Über uns

 

Die InSL stellt eine Insel dar, die den Sprachpiraten Lernanregung bietet. Die Förderung beginnt kurz nach dem Eintritt in den Kindergarten und ist nicht beendet, bis die Kinder eingeschult werden. Dabei wird nicht nur auf sprachliche Kompetenzen Wert gelegt, sondern auch auf die sozialen sowie emotionalen Fertigkeiten.

Sprachtrainerin Bianca Barilaro erklärt das System in seiner praktischen Ausführung: „Bei uns geht es zum Beispiel darum, das dialogische Lesen zu fördern und den aktiven Wortschatz zu erweitern. So spielen wir mit den Kindern u.a. Memory, da dies sehr gut geeignet ist, um Artikel und Pluralbildungen zu üben, also aus dem Apfel werden dann als Pärchen die Äpfel. Manchmal lasse ich die Kinder in Gruppen auch pantomimisch Verben darstellen.“

Das stärke nicht nur den Wortschatz, sondern auch das Miteinander.
Frau Barilaro fragt die um sie herum sitzenden Kinder, welche Sprache sie zu Hause sprechen. „Hier sind Kinder, die zu Hause Spanisch, Italienisch, Kroatisch, Türkisch, Englisch oder auch Russisch sind, dabei.“ Sie versuche sich auf diese Diversität, die auch noch durch die verschiedenen Fortschritte zustande käme, einzustellen. „Ich schaue danach, auf welchem Stand die Kinder sind, und was sie gerade machen. Das versuche ich miteinzubinden, so können z.B. beim Essen Obstsorten oder beim Malen Farben geübt werden. Manchmal mache ich auch Extraspiele mit ihnen, um genau auf ihre Bedürfnisse eingehen zu können. Da ich außerdem Logopädin bin, kann ich gut nach Artikulationsstörungen oder ähnlichen Problematiken schauen.“

Wie gut dieses Konzept funktioniert, wird deutlich, als Frau Barilaro einer Gruppe von Kindern die Geschichte „Zogg und die Retter der Lüfte“ vorliest. Die einzelnen Bilder werden besprochen und so unbekannte Wörter besprochen. So lernen die Kinder an dem Tag die Begriffe Fieberthermometer, Krabbe, Drache oder Robbe. Andere Kinder erzählen von ihren Lieblingswörtern, z.B. Puppenecke, Waschbärgruppe oder Polizei. Sie lässt sich Zeit und gibt den Kindern Raum, Fragen in Ruhe stellen zu können. Und so erweitert sich der Wortschatz jeden Tag ein Stück mehr.

Die Sprachdetektive sind der zweite Baustein im dreistufigen Konzept der InSL Arbeit. Da sie für Grundschüler ausgelegt sind, wird hier vor allem die “Schulsprache Deutsch” erlernt. Zusätzlich wird selbstverständlich auch der natürliche Spracherwerb trainiert. In den ersten beiden Klassen geht es primär um die Wortschatzerweiterung und Vermittlung der Silbenstruktur, während in der dritten Klasse der Fokus eher auf der schriftlichen Erzählkompetenz liegt, z.B. in Form von Aufsätzen oder mathematischen Textaufgaben. In der letzten Grundschulklasse werden die Kinder auf die weiterführende Schule durch Vertiefungen der Grammatik und den Aufbau eines Fachwortschatzes vorbereitet. Übrigens: Spielerische Vermittlung und Bewegung stehen in allen Altersstufen im Fokus. So wird zum Beispiel in einer Gruppe zwanglos das Sprachspiel „Er malt sich“ gespielt, welches zur Verbesserung der Reflexivpronomen dient. Hier spielen Dritt- und Viertklässler zusammen und so ist es durchaus möglich, dass auch die Jüngeren die Älteren mal korrigieren und somit jeder von jedem lernen kann. „Das Spielen macht mir sehr viel Spaß und man lernt viel“, erzählt die achtjährige Betül. „Wir machen viele Schreibübungen und zum Abschluss oft ein Spiel“, klärt sie weiter auf. So hat Edward (9 Jahre), liebevoll von allen Eddie genannt, im Zuge dessen einen Text über seinen Traumberuf als Klettertrainer geschrieben. Solche Übungen dienen der Wortschatzerweiterung und Grammatikfestigung. „Die Älteren schreiben oft schon alleine freie Texte, während vor allem die Jüngeren noch Hilfe brauchen. Ich versuche, den Kindern genau das anzubieten, was sie benötigen“, erklärt Sprachtrainierin Julia Wieler. Der Erfolg liegt hierbei in der individuellen Förderung. Dieses Konzept scheint aufzugehen: Die zehnjährige Parinaz fügt hinzu, dass „die Lehrer und die anderen Kinder sehr nett“ sind und ihr auch die Schule sehr gefällt.

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