Lesen und Verstehen
Schulbücher, Fachtexte und Prüfungsaufgaben können ohne Bildungssprache nicht adäquat verstanden werden.
Die sichere Beherrschung der Bildungssprache ist entscheidend für den Erfolg im deutschen Bildungssystem. Erfahren Sie, warum sie so wichtig ist und wie wir Kindern helfen, sie zu erlernen.
Die Bildungssprache (auch: akademische Sprache, schulische Bildungssprache oder deutsche Bildungssprache) ist die dominante Sprache in deutschen Schulen, Universitäten und Bildungseinrichtungen. Sie unterscheidet sich fundamental von der Alltagssprache (Umgangssprache, familiäre Sprache), die Kinder spielerisch in ihrem sozialen Umfeld erlernen.
Anders als die Alltagssprache, die meist informell, emotional und situationsgebunden ist, folgt die Bildungssprache strikten Regeln der Grammatik, Logik und Präzision. Sie wird in Schulbüchern, Fachtexten, Prüfungen und wissenschaftlichen Arbeiten verwendet.
Die sichere Beherrschung der Bildungssprache ist der entscheidende Schlüssel zum Schulerfolg im deutschen Bildungssystem. Ohne Bildungssprache ist fachliches Lernen unmöglich:
Schulbücher, Fachtexte und Prüfungsaufgaben können ohne Bildungssprache nicht adäquat verstanden werden.
Aufsätze, Referate und wissenschaftliche Arbeiten erfordern die Beherrschung der Bildungssprache.
Mündliche Prüfungsleistungen und berufliche Kommunikation setzen bildungssprachliche Kompetenz voraus.
Der Zugang zu Hochschulen und akademische Karrieren sind ohne Bildungssprache kaum möglich.
Verbesserte Kommunikationsfähigkeiten durch Bildungssprache fördern die Berufschancen.
Bildungssprache ist die Grundlage für kontinuierliches Lernen und Weiterbildung.
Studien zeigen: Kinder, die die Bildungssprache nicht beherrschen, haben deutlich schlechtere Chancen auf Bildungserfolg - unabhängig von ihrer Intelligenz oder ihrem sonstigen Potenzial.
Die Arbeit von InSL e.V. basiert auf dem Basiskonzept Bildungssprachliche Kommunikation nach Professorin Dr. Ingrid Gogolin (Hamburg) und dem Kolleg Kommunikation und Sprache (Kokos).
Sprachförderung muss alle Schulstufen umfassen – von der Grundschule über die Sekundarstufe I bis zur Sekundarstufe II und Hochschule.
Sprachbildung ist kein einmaliges Event, sondern ein lebenslanger Prozess. Jedes Kind muss entlang seiner gesamten Bildungsbiografie begleitet werden.
Sprache wird nicht isoliert unterrichtet, sondern in allen Fachunterrichten integriert:
Alle Lehrkräfte sind verantwortlich für Sprachbildung – nicht nur Deutschlehrer.
Sprachsensibler Fachunterricht ist essentiell: Jede Lehrkraft muss die sprachlichen Anforderungen ihres Faches erkennen und die entsprechenden Kompetenzen vermitteln.
| Traditionelle Sprachförderung | Moderne Sprachbildung |
|---|---|
| Fokus auf Defizite | Fokus auf Entwicklungspotenzial aller Schüler |
| Unterstützung für "schwache" Schüler | Systematischer Erwerb der Bildungssprache für alle |
| Einzelmaßnahmen | Durchgängiges Konzept für alle |
| Mehrsprachigkeit als Problem gesehen | Respekt vor Mehrsprachigkeit |
Die Arbeit von InSL basiert auf aktuellen Forschungsergebnissen aus:
Wir begleiten Kinder auf ihrem Weg zur sicheren Beherrschung der Bildungssprache - individuell und professionell.